Texte japanischer Deutschschüler

Higashiyama Kaii


Kurz vor den Neujahrsferien, habe ich wie immer das Regal meines Zimmers aufgeräumt. Unter den Büchern, die ich noch nicht gelesen habe, fand ich ein passendes zu Anfang Neujahr. Warum hatte ich Lust, es sofort zu lesen? Es gibt zwei Ursachen:
Erstens ist es von Higashiyama Kaii, der mein Lieblings-Maler ist. Seine Werke sind im Allgemeinen stimmungsvoll. Ich mag auch seinen friedfertigen Gesichtsausdruck, der wie ein Buddha aussieht.
Zweitens ist das Buch über seine Erlebnisse während der Nazi-Zeit in Berlin, wofür ich ein großes Interesse habe. Der Titel heißt, "Die Landschaften, durch die ich wanderte. "Im Buch beschrieb er seine Reise nach Europa und sein Studium in den Jahren 1933 bis 1935. Nach dem akademischen Studium in Tokio ist er mit einem Frachtdampfer nach Deutschland gefahren um die europäische Malerei zu erforschen.

Higashiyama  Kaii

Damals gab es in Berlin das beste Gemäldeinstitut. Außerdem haben ihm die dortigen dunklen und würdevollen Sachen gut gefallen. Über Südchina, Singapur, den Suezkanal, Nordafrika, Spanien, Portugal ist das Schiff im Oktober 1933 in Hamburg angekommen. Das Schiff brachte Sojabohnen von Dairen nach Hamburg. Er hat es benutzt. Er sah in Hamburg viele Hakenkreuzfahnen, worunter verschiedene Umzüge und Ausstellungen stattgefunden haben.
In Berlin war er bei einer Kriegerwitwe und ihrem einzigen Sohn, Helmut, eine Bekannte von seinem Professor in Tokio. Als Helmut und er einen Weihnachtsbaum geschmückt haben, hatte er ein reines Gefühl, das ähnlich war wie beim japanischen Kiefernschmuck zum Neujahrstag. Dass Helmuts Mutter ihm ein Porträt von Hitler als Weihnachtsgeschenk gegeben hat, hat ihn ziemlich erstaunt. Da hat er ein Glas Glühwein und das Festessen genossen und zugleich die Glocken läuten gehört.
"Prosit Neujahr" hat er gesagt. Er hat mit der Familie auf Neujahr angestoßen. Als er in einem Sprachkurs war, bekam er den Eindruck einer Rassenausstellung, weil er bis zu dieser Zeit noch keine Ausländer gesehen hatte. Damals war das Politikum außerhalb seines Interesses. Er träumte nur davon, mehr über Malerei zu lernen. Er ist vor einigen Jahren gestorben, aber seine Meisterstücke werden ewig geliebt.
Er sagte, "Jedes Stück von mir ist mein Gebet."

Masako Kuronuma