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Projektseite an der TU Dresden:
http://www.tu-dresden.de/lsk/oaz/projekte/keio/index.htm

In der ersten Sitzung (16.4.) haben wir fünf Themen zusammengestellt, für die wir uns interessieren. Zu jedem Thema haben wir uns ein paar Fragen überlegt. Bis zur nächsten Sitzung wollen wir versuchen, im Internet Material zu diesen Fragen zu finden. Hier die fünf Themen:

1) Stellenwert der Medien in Japan und Deutschland (Andreas)
Mögliche Fragen dazu:
- Welche Medien gibt es (Zeitungen, Radio, Fernsehen)?
- Wie werden Fernsehnachrichten gemacht? Wie wird berichtet?
- Welche Meinungen werden in den Fernsehnachrichten wiedergegeben, welche Stimmen bleiben ausgeblendet?
- Welches Image haben die verschiedenen Anbieter (Asahi Shinbun ist seriös, Fuji TV sendet nur trash,usw.) ?
- Wie nutzen die Menschen die Medien? Welche Einstellungen haben sie zu den Medien?

2) Beziehungen zum Ausland (Michael)
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Mögliche Fragen dazu:
- Welches Interesse haben Studierende am Ausland? Welches Interesse haben andere Gruppen in der Bevölkerung am Ausland?
- Welche Rolle soll das eigene Land international spielen? Was denken die Leute darüber, was sagt die Regierung?
- Durch den Irakkrieg hat sich die Weltpolitik verändert. Wie verändert sich die Einstellung der Leute zu den USA? Wie verändert sich die Politik der Regierung zu den USA?
- Humanitäre Einsätze werden in der internationalen Politik immer wichtiger. Wie sind solche Einsätze in Japan und Deutschland organisiert? Kann die Regierung alleine entscheiden? Muß das Parlament zustimmen? Was ist schon getan worden?

3) Ausbildung/Arbeit (Ayaho)
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Mögliche Fragen dazu:
- Welche Rolle spielt die Ausbildung für die Karriere?
- In Deutschland ist die sogenannte "Kuschelpädagogik" weit verbreitet. Im Kindergarten und in der Grundschule sollen die Kinder nicht gezwungen werden, etwas zu lernen, sondern sich spielerisch entfalten. Wie ist das in Japan?
- Wie funktioniert der Übergang von der Schule in den Beruf? Wie sollte es eigentlich funktionieren? Wie sieht die Wirklichkeit heute aus?
- Wie wichtig sind Fremsprachen in der Ausbildung?
- Wie geht es Arbeitslosen in der Arbeitsgesellschaft (= eine Gesellschaft, in der Arbeit einen hohen Stellenwert hat)?

4) Alter/ Pflege (Anja)
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Mögliche Fragen dazu:
- Welches Ansehen genießen Ältere? Welche Stellung haben sie in der Gesellschaft?
- Wie ist die Pflege für die Älteren organisiert? Wie sollte es funktionieren? Wie sieht die Wirklichkeit aus?

5) Wertvorstellungen (Ronny)
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Mögliche Fragen dazu:
- Wie haben sich unsere eigenen Wertvorstellungen seit unserer Kindheit entwickelt?
- Welche Einstellung hatten wir als Kinder zur Schule? Welche Einstellung haben wir heute zum Lernen?
- Wie wichtig ist den Leuten Demokratie?

Wir versuchen jetzt, etwas mehr über diese Themen herauszufinden. Bis zur nächsten Woche wollen wir zu diesen Themen ein bißchen im Internet recherchieren. Ich bin gespannt, was wir herausfinden.


Protokoll der zweiten Sitzung am 23.4.:

In der zweiten Sitzung haben wir besprochen, was die Studierenden an Materialien zu ihren Themen gefunden haben:

1) Stellenwert der Medien in Japan und Deutschland (Andreas)
Recherche im Netz über Suchmaschinen (Informationen zu Japan). Ergebnisse (Auswahl): Japan ist das Land mit den meisten Tageszeitungen der Welt: 70 Mio.Stück werden täglich gedruckt. Das Fernsehen läuft in einem japanischen Haushalt durchschnittlich 3,5 Stunden pro Tag. NHK wird von der LDP kontrolliert; trotzdem bringt dieser Sender noch relativ objektive Nachrichten. Die Nachrichtensendungen von anderen Fernsehstationen betonen oft Schreckensmeldungen und Unterhaltsames. Alle Nachrichtensendungen sind in betont einfacher Sprache formuliert. Grundsätzlich scheint die Meinungsfreiheit ein Problem zu sein. Das heißt, es findet in vielen Medien indirekt eine Zensur statt. (Keine Überprüfung der Quellen.)

2) Beziehungen zum Ausland (Michael)
Anfrage bei der Bundeszentrale für politische Bildung: Bücher und Informationsmaterial über Politik in Japan. Webseiten der japanischen Botschaft in Berlin und der deutschen Botschaft in Tôkyô: Pressespiegel zu Meldungen in den japanischen Zeitungen über die Nordkoreakrise. Noch keine Ergebnisse im Detail.

3) Ausbildung/Arbeit (Ayaho)
Recherche über die Suchmaschine yahoo in Japan (Suchwörter: "shitsugyô", "furi-ta") Ergebnisse (Auswahl): Die Quote der Arbeitslosen ist seit 1997 von 3,5 % auf 5,5% gestiegen, also fast auf das Doppelte. Tendenz: weiter steigend. Besonders dramatisch ist die Lage in Okinawa. Dort liegt die Quote bei 9,4%. Inzwischen arbeiten fast 2 Mio. Menschen in Japan als "furi-ta", d.h. ohne feste Anstellung. Das Arbeitsministerium (MHLW) hat eine Untersuchung dazu im Netz veröffentlicht. (Quellen: stat.go.jp und mhlw.go.jp)

4) Alter/ Pflege (Anja)
Recherchen in der Bibliothek zu Büchern über Japan. Anfragen bei Organisationen in Dresden, die Pflege und Betreuung für Ältere anbieten (caritas, Volkssolidarität, Kirchengemeinden) Noch keine Ergebnisse im Detail.

5) Wertvorstellungen (Ronny)
Literaturrecherche im Netz über die Suchmaschine google.de (Suchwörter: "Japan", Wertewandel"). Ergebnis: Literaturliste mit rund 15 empirischen Untersuchungen, teilweise mit abstracts. Besonders zu Jugenforschung und Wertevergleich Japan - Deutschland gibt es viel Material.

Wie weiter?

Ayaho, Anja und Ronny verfolgen ihre Themen weiter. Michael, Andi und Bernhard wollen zu Themen arbeiten, die von der Keio-Seite vorgeschlagen worden sind.

Ayaho: Thema Arbeitslosigkeit. Bis zur nächsten Woche wird sie die Informationen des japanischen Statistikamtes und aus dem japanischen Arbeitsministerium auswerten, besonders zum Phänomen der "furi-ta".

Anja: Thema Pflege. Bis zur nächsten Woche sammelt sie Material über das Pflegesystem in Japan. Sie versucht es über die Webseiten des japanischen Arbeitsministeriums, und sie möchte auch die Studierenden vom SFC um Hilfe bitten.

Ronny: Thema Wertevergleich. Dazu haben wir eine Bitte an Euch am SFC: Es gibt einen Fragebogen von einem Wissenschaftler namens Gert Hofstede mit 32 Fragen, der schon in vielen Ländern eingesetzt worden ist. An der TU Dresden wurden vor zwei Jahren mehrere hundert Studierende befragt, die Ergebnisse liegen vor. Vorschlag: Können wir diese Befragung auch am SFC durchführen? Der Fragebogen müßte auch auf Japanisch veröffentlicht worden sein, denn es hat schon Untersuchungen damit in Japan gegeben.

Michael: Thema Neue Medien und Kommunikationsverhalten. Dazu recherchiert er im Netz (Erste Hinweise: ein Artikel bei spiegel.de berichtet von einem Schulaufsatz einer Schülerin in England, der in "handy-Sprache" verfaßt war. Außerdem gibt es Untersuchungen, wonach die linken Daumen von Jungen heutzutage sehr viel beweglicher sind - wegen des häufigen Umgangs mit handys.) [Für die Hausarbeit bearbeitet Michael das Thema Nordkoreakrise weiter.]

Andi: Thema Kulturaustausch. Besonders: Welche Klischée-Vorstellungen gibt es in Japan über Deutschland und umgekehrt? In einem anderen Kurs (intercultural communications) wurde dazu eine Zusammenstellung mit Klischées zu Deutschland, Spanien, Ukraine und Polen erarbeitet. Dieses Material könnten wir benutzen.

Bernhard: Thema Kulturaustausch. Wie ist das organisiert, und welche Erfahrungen und Eindrücke kommen dabei zustande? Dazu will Bernhard eigene Erfahrungen aufarbeiten und im Bekanntenkreis herumfragen. Er will auch eine Liste mit Organisationen aufstellen, die solchen Kulturaustausch anbieten.

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Protokoll der dritten Sitzung am 30.4.:

In der dritten Sitzung haben Ronny, Michael, Anja und Bernhard die Quellen vorgestellt, die sie für ihre Hausarbeiten nutzen möchten:

Ronny wird empirische Untersuchungen zum Wertewandel in Japan vorstellen. Gerade von deutschen WissenschaftlerInnen ist dazu viel geforscht worden.

Michael untersucht die aktuelle Krise um Atombomben in Nordkorea. Ihn interessiert vor allem, wie diese Gefahr in Japan eingeschätzt wird. Dazu wird er auch die Geschichte der japanisch-koreanischen Beziehungen aufarbeiten.

Anja interessiert sich für die Versorgung von alten Menschen in Japan. Die meiste Literatur, die sie in Suchmaschinen dazu gefunden hat, ist allerdings schon recht alt (Anfang der 1990er Jahre).

Bernhard möchte darstellen, wie japanische Kultur zur Zeit nach Deutschland vermittelt wird.

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Dabei helfen Bücher wenig weiter. Besser eignen sich Fallstudien. Bernhard nutzt dabei die erfahrungen, die er selbst in einem Austauschprogramm für Leiter von Jugendgruppen aus Deutschland gesammelt hat. Eine weitere Fallstudie soll sich mit der Verbreitung von aktueller japanischer Populärkultur in Deutschland befassen.

Bis zum 14. Mai werden Ronny, Michael, Anja und Bernhard erste Thesenpapiere zu diesen Themen erstellen.

Schließlich haben wir noch weiter über die Themen gesprochen, die von der Gruppe am SFC vorgeschlagen worden waren. Andi hat dazu im Netz recherchiert. Das japanische Kulturzentrum in Köln und das japanische Generalkonsulat in Hamburg bieten einige Informationen über Formen und Inhalte des japanisch-deutschen Kulturaustausches in den letzten Jahren. Durch mehr Partnerschaften zwischen den Universitäten und großangelegte Programme ("Japan in Deutschland" und "Deutschland in Japan") hat dieser Austausch in letzter Zeit deutlich zugenommen.

Außerdem haben wir über das Thema Klischee diskutiert. Klischees dienen als Orientierungshilfe in Gesellschaften, die wir selbst nicht gut kennen. So finden wir Klischees oft bestätigt, wenn wir ins Ausland reisen. In unserem Leben in Deutschland dagegen sind Klischees über Deutsche unwichtig.

Bis zur nächsten Sitzung schreiben alle drei Klischees auf, die sie zu Japan kennen. Außerdem überlegen wir uns zu jedem Klischee Möglichkeiten, wie es überprüft werden könnte (möglichst mehrere). Bei der Überprüfung möchten wir auch die Studierenden vom SFC um Hilfe bitten!

Auch die Idee einer Umfrage möchten wir gerne weiterverfolgen. Ronny hat dazu den Fragebogen als pdf-Datei mitgebracht, der vor zwei Jahren hier an der Uni Dresden verwendet worden ist. Der Fragebogen ist von einem Professor hier offenbar auf der Grundlage des berühmten Fragebogens von Geert Hofstede aus den Niederlanden formuliert worden. Die pdf-Datei schicken wir an Markus. Eine japanische Fassung dafür haben wir leider nicht. Bitte an Euch am SFC: Überlegt doch mal, ob Ihr den Fragebogen übersetzen möchtet und damit eine Umfrage unter Studierenden am SFC durchführen möchtet!

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Protokoll der vierten Sitzung am 14.5.:

(1) Sammeln von Klischees über Japan: Wir haben im Unterricht viele Klischees zusammengetragen. Andi erstellt eine Liste fürs Kurs-Forum.

(2) Analyse von Klischees: In der Diskussion schälen sich drei verschiedene Zugänge heraus:

(a) Logische Analyse: Viele Klischees enthalten Widersprüche oder sehr starke Verallgemeinerungen. Diese logischen Figuren wollen Bernhard und Anja genauer untersuchen.

(b) Entstehung: Klischees entstehen offenbar aus einer ganz bestimmten Wahrnehmung heraus. Nur das Besondere fällt auf. Viel hängt von dem Standpunkt und dem Vorwissen der Fremden ab, die aus Eindrücken Klischees werden lassen. Wie dieser Prozeß funktioniert, dazu wollen sich Ronny und Andi Gedanken machen.
(c) Kontext: Klischees enthalten oft ein Körnchen Wahrheit. Für "Einheimische" wirken sie trotzdem verzerrend. Vielleicht liegt das daran, daß die Klischees nur einen schmalen Ausschnitt aus einem größeren Zusammenhang beschreiben. Zum Beispiel: Ja, in Japan ißt man viele Sushi (diese Tatsache ist zum Klischee geworden), aber eben auch Soba oder Teriyaki... Michael und Ayaho wollen versuchen zu zeigen, wie Klischees nicht mehr exotisch wirken, wenn man den Zusammenhang versteht, in dem sich das abspielt, was die Klischees beschreiben.

(3) Fragebogen: Wir haben den Fragebogen zum Wertevergleich ausgefüllt (sieben Antworten). Bernhard und andere wollen versuchen, bis zum nächsten Mittwoch noch mehr Antworten von Freunden und Bekannten zu bekommen. Ayaho erstellt eine Liste mit den Ergebnissen.

(4) Aufgaben bis nächste Woche: Bis zur nächsten Sitzung formuliert jeder ein Thesenpapier mit der Analyse von zwei Klischees zu Japan. In der Sitzung wollen wir auf dieselbe Weise auch Klischees über Deutschland analysieren. Außerdem wollen wir versuchen, die Ergebnisse des Fragebogens zu interpretieren.

(5) Vorbereitungen für die Videokonferenz: Wir stellen uns vor, daß wir die Konferenz mit einem Kennenlernspiel beginnen. Außerdem würden wir gerne über unsere Thesenpapiere und über den Fragebogen diskutieren. Dazu möchten wir vorher nach Japan Thesenpapiere schicken. In der Videokonferenz selbst wollen wir unsere Beiträge möglichst lebendig gestalten, also mit vielen Bildern... Darüber werden wir in der nächsten Sitzung noch genauer nachdenken. Was habt Ihr vor?

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Japanische Klischees:

  • Japaner sind überall zu finden (vor allem als Touristen); immer in Gruppen - sie sind keine Individualisten

  • alle Japaner sind klein und haben schwarze Haare

  • sie sind diszipliniert, ehrgeizig und fleißig; sie arbeiten viel und haben wenig Freizeit

  • Karaoke - Japaner singen gern obwohl sie schlechte Stimmen haben

  • immer freundlich; lächeln immer, egal welcher Laune

  • sie sind Ausländern gegenüber sehr schüchtern, distanziert und zurückhaltend; es ist schwierig miteinander ins Gespräch zu kommen

  • Platzmangel - sind aber daher kreativ (sie wissen, wie man in kleinen Räumen oder auf geringer Fläche viel Platz schaffen kann) - Japaner haben extrem kleine Wohnungen, keine Stühle, schlafen auf dem Boden

  • in Japan kann man fast alles in Automaten finden (selbst gebrauchte Damenunterwäsche)

  • Japan ist ein technisch fortgeschrittenes Land - Japaner haben immer die neuesten Handys und Kameras

  • Japaner sind stolz auf ihren Kaiser

  • alle Japaner sind Karate-Spezialisten

  • Japaner kommen ohne ihr Handy nicht aus, haben immer Fotokamera dabei

  • alle Japaner essen Sushi

  • Japan ist eine Wegwerfkultur
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